Die Bernsteinbäder Zempin, Koserow, Kölpinsee

Zempin

Zempin ist das kleinste Seebad der Insel Usedom. Es liegt zwischen den Seebädern Zinnowitz und Koserow und damit so ziemlich in der Inselmitte, wenn man den Küstenverlauf von Peenemünde im Nordwesten und Swinemünde im Osten betrachtet. Das alte Fischer- und Bauerndorf hat seinen alten Ortskern am Achterwasser. Der nördlich gelegene Küstenwald schützt das Dorf im Winter in idealer Weise vor den kalten Nordostwinden.

ZempinDafür öffnet sich das alte Zempin zum Achterwasser hin. Hier ist ein kleiner Naturhafen und oberhalb davon stehen mehrere Dutzend rohrgedeckter Häuser, die Zempin auch heute noch seinen ursprünglichen Charme ausstrahlen lassen. In Zempin gibt es  keine großen Hotelbauten. Vielmehr passen sich die Pensionen, Ferienhäuser und Hotels in das gewachsene Ortsbild ein. In den zahlreichen Gaststätten und Fischräuchereien können Gäste die typisch pommersche Küche genießen, im Herbst auch Wild aus heimischen Wäldern.

 

ZempinSehenswert ist in Zempin das ehemalige Schulgebäude „Uns olle Schaul“ mit einer Fischereiausstellung und einem originalgetreu rekonstruierten Kolonialwarenladen von 1928. Erst viel später als in den anderen Seebädern wurde 1895 in Zempin mit dem Strandhotel das erste Haus an der Ostsee erbaut. Bis heute haben sich in Strandnähe etliche weitere Hotels und Ferienobjekte dazugesellt.

 

Koserow

KoserowIn der Inselmitte, dort wo Usedom am schmalsten und die Steilküste am höchsten ist, liegt das Seebad Koserow. Mit Zempin, Kölpinsee und Ückeritz gehört Koserow zu den Usedomer Bernsteinbädern. In Koserow erhebt sich an der Steilküste der Steckelsberg, der mit 60 Meter Höhe auch die zweithöchste Erhebung auf der Insel Usedom ist. Etwas weiter nördlich in Richtung Zempin liegt Lüttenort. Hier ist sozusagen die Taille Usedoms, denn nirgendwo anders kommen sich Ostsee und Achterwasser so nah wie hier. Nur ganze 300 Meter ist die schmalste Stelle der Insel Usedom breit.

Koserow hat sich aber auch in anderer Hinsicht einen Namen gemacht. Denn vor der Steilküste des Seebades soll der Sage nach die reiche Stadt Vineta in den Fluten der Ostsee versunken sein. Sie liefert heute den Stoff für die Theatermacher von der orpommerschen Landesbühne Anklam, die alljährlich Vineta auf die Bühne in Zinnowitz bringen.

KoserowBerühmt ist Koserow auch durch den Roman „Die Bernsteinhexe“ (1843) geworden, der vom früheren Koserower Pfarrer Wilhelm Meinhold geschrieben wurde. Zu den Sehenswürdigkeiten in Koserow zählen die Dorfkirche aus dem 13. Jh. sowie die denkmalgeschützten Salzhütten am Strand. Ein lohnenswertes Ziel ist auch das an der schmalsten Stelle in Lüttenort gelegene Gedenkatelier des Malers Otto Niemeyer-Holstein.

 

Kölpinsee

Wie einige andere Seebäder in der Inselmitte auch, hat Loddin seinen Ursprung am Achterwasser. Hier liegt der über 700 Jahre alte Ort mit seinen vielen noch rohrgedeckten Häusern reizvoll am Achterwasser. Hier siedelten sich vor allem Fischer und Bauern am Hang des Mühlenberges an, der heute mit dem nördlichsten Weinberg Deutschlands
eine Besonderheit zu bieten hat. Im Oktober werden hier die roten und weißen Trauben von den 99 Rebstöcken geerntet.

Südlich des alten Dorfzentrums erstreckt sich die Halbinsel Loddiner Höft mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet. Ganz idyllisch gelegen ist auch der kleine Angel- und Yachthafen des Ortes, der sich im Schilf zu verstecken scheint. Nur wenige hundert Meter
weiter thronen oberhalb der alten Fischerhäuser in der Dorfstraße die noch relativ neuen rohrgedeckten Villen im Diplomatenweg.

Der alte Ortskern wird durch die Strandstraße mit dem jüngeren Ortsteil Kölpinsee verbunden. Hier entstand 1896 mit dem Hotel Wald und See, das heute nicht mehr existiert, das erste Hotel in Ostseenähe. Heute befinden sich in Kölpinsee zahlreiche Hotels,
Kurkliniken und Pensionen.

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